"Alles wie verzaubert" - 200 Jahre Heines Harzreise
Dauer der Ausstellung: 6. Oktober 2024 bis 4. Mai 2025
Im Herbst 1824 bricht der Göttinger Student Heine zu einer Fußwanderung durch den Harz auf. Der Reichtum an Eindrücken entfesselt in dem jungen Schriftsteller eine außergewöhnliche Schaffenskraft. Mit dem in der Folge verfassten, ungemein erfolgreichen Werk „Die Harzreise“ betritt Heine schriftstellerisches Neuland. Die wohl poetischsten Naturbeschreibungen der deutschsprachigen Literaturgeschichte wechseln sich mit scharfzüngigen Kommentaren zu Zeit und Gesellschaft sowie traumhaft anmutenden Erzählpassagen ab. In Heines kunstvoll collagiertem Prosatext wirkt wahrlich „alles wie verzaubert“.
200 Jahre nach jener berühmten Wanderung hat der Text keineswegs an Faszination eingebüßt und gehört noch immer zu den beliebtesten Werken des Schriftstellers.
Soundtrack zur Freiheit – 75 Jahre Wolodymyr Iwasjuk & Chervona Ruta
Dauer der Ausstellung: 18. August bis 27. September 2024
n den 1960er-Jahren entstand in der ukrainischen Karpatenregion der neue Musikstil „Funk“ und trotz des eindeutig ukrainischen Sounds standen die Band Smerichka und der junge Dichter und Komponist Wolodymyr Iwasjuk aus Czernowitz lange an der Spitze der sowjetischen „Hitparaden“. Im wegweisenden Jahr 1989 spielte das Phänomen Iwasjuk, dessen Leben 1979 auf tragische Weise beendet wurde, eine Schlüsselrolle beim ersten Festival für ukrainische Musik „Chervona Ruta“ in Czernowitz (benannt nach seinem größten Hit). Es wurde legendär und steht bis heute für die demokratischen Umwälzungen in der Ukraine, an denen die Beteiligten aktiven Anteil hatten. Im Jahr 2024 würde Wolodymyr Iwasjuk 75 Jahre alt.
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Projekt Erinnerung lernen / Вчимося пам’ятати
Dieter Fortes Lesewelten
Dauer der Ausstellung: 13. April bis 4. August 2024
Dieter Forte (1935-2019) gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der Gegenwart. Er schrieb ungemein wirkungsvolle Theaterstücke, Hörspiele und Fernsehfilme, seine Romane, insbesondere die Tetralogie der Erinnerung, sind hochgerühmt. Rund um seinen 5. Todestag veranschaulichen nie zuvor präsentierte Archivalien aus dem im Heinrich-Heine-Institut überlieferten Nachlass Leben und Werk des gebürtigen Düsseldorfers – ein, wie er sich selbst gern charakterisierte, „Eremit in guter Gesellschaft“. So beleuchten Beispiele aus einer umfassenden Bibliothek, Manuskripte, Briefe, Fotografien sowie Filme immer wieder die Arbeit mit den Worten, das einfühlsame Erzählen von Lebens- und Zeitgeschichten: ganz persönliche Lesewelten.
Im Juni wird der Schauspieler Victor Maria Diderich in Zusammenarbeit mit der Dieter-Forte-Gesamtschule ein Artistic Research Projekt durchführen, dessen Ergebnisse in die Ausstellung einfließen sollen.
Dichter? Liebe! - Heines berühmte Leserschaft
Dauer der Ausstellung: 16. September 2023 bis 18. Februar 2024
Heinrich Heine ist ein Schriftsteller von Weltrang. Unter seinen begeisterten Leserinnen und Lesern sind seit jeher auch Persönlichkeiten aus Literatur, Musik, bildender Kunst und dem öffentlichen Leben zu finden. Die Ausstellung stellt diese Personen, ihre Geschichten und ihre Bewunderung für den zeitlosen Klassiker Heine in den Mittelpunkt.
Darunter finden sich klangvolle Namen aus drei Jahrhunderten: von Clara und Robert Schumann, Alexander von Humboldt, der Kaiserin Elisabeth ("Sisi") über Heinrich und Thomas Mann bis zu Marilyn Monroe und Ai Weiwei. Somit ist die Ausstellung nicht nur eine Liebeserklärung an den Dichter selbst, sondern auch an seine berühmte Leserschaft.
Lust auf mehr?
Erleben Sie im Heinrich-Heine-Institut die faszinierende Welt des Dichters – von seinen Werken bis zu seiner bewegten Lebensgeschichte.