Leben & Werk
Heinrich Heine (1797-1856) gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern der europäischen Literaturgeschichte. Sein Werk ist vielschichtig, erstaunlich aktuell und somit als zeitlos zu bezeichnen. Zu den bekanntesten, wirkmächtigen Schriften gehören die Gedichtsammlungen „Buch der Lieder“ und „Romanzero“, die vierbändigen „Reisebilder“ (unter anderem „Die Harzreise“) und das Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“. Mit seinen journalistischen Arbeiten ist er ein Wegbereiter des modernen Feuilletons. Heine ist zudem der meistvertonte deutschsprachige Dichter. Das „Loreley“-Lied von Friedrich Silcher zu Heines Gedicht „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ ist weltbekannt.
Heine in Düsseldorf
„Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt, und zufällig dort geboren ist, wird einem wunderlich zu Mute. Ich bin dort geboren, und es ist mir, als müsste ich gleich nach Hause gehen. Und wenn ich sage nach Hause gehen, so meine ich die Bolkerstraße und das Haus, worin ich geboren bin.“ – Heinrich Heine, am 13. Dezember 1797 in der Altstadt geboren, ist unumstritten der größte Sohn der Stadt Düsseldorf. Die Heimatstadt am Rhein bleibt dem Dichter ein Leben lang in positiver Erinnerung, was dazu führt, dass er stets wohlwollend über Düsseldorf schreibt.
Nachwelt
Heinrich Heine wird bereits zu Lebzeiten als Künstlerpersönlichkeit kontrovers wahrgenommen. Sein vielgestaltiges, mutiges Werk, sein Idealismus und das zugehörige Sendungsbewusstsein sowie sein schonungsloser Humor haben seitjeher starke Reaktionen erzeugt: von Bewunderung und Verehrung bis hin zu Ablehnung und Hass. Nachdem Heine 1856 in Paris stirbt, setzt eine wechselvolle Nachwirkung ein, die insbesondere in Deutschland oftmals durch gesellschaftliche und politische Zeitumstände geprägt ist.
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